Pfeifen für „Friends“

Öfter mal was anderes: Für den Animationsfilm „Friends“ von Florian Grolig habe ich zum ersten Mal in meiner Tonstudioarbeit eine Melodie eingepfiffen. Dazu bedarf es eines Plopfilters, der die Mikrofonmembran vor unerwünschter Auslenkung durch Wind schützt.

Genaueres zum Thema Plopfilter in einem meiner nächsten Tontipps!

Tontipp Nr.14

Und noch ein schneller Tipp zur Kleidung am Set:

TRAGT SCHWARZE KLEIDUNG!

Solltet ihr doch einmal ungewollt in einer Spiegelung oder Bildkante zu sehen sein, dann ist schwarz unauffälliger als jede andere Farbe und das Material kann doch verwendet werden.

Tontipp Nr.13

Was passiert eigentlich mit dem aufgenommen Originalton? Wie werden die Dateien synchron an das Bild angelegt? Welche Effekte werden benutzt? Wenn man sich und seine Arbeit am Set verbessern will, dann sollte man Kontakt zur Tonpostproduktion suchen und sich ein Feedback zum O-Ton holen, sich über die neuesten Methoden der Nachbearbeitung informieren und daraus die Rückschlüsse für die Arbeit am Set ziehen.

HALTET KONTAKT ZUR TONPOSTPRODUKTION UM DIE EIGENE ARBEIT ZU VERBESSERN!

Werbefilmdreh in Fulda

Für einen Werbefilmdreh von Hemax Film (Regie: Hendrik Schmitt) bin ich gerade für eine Woche in Fulda.

Technikcheck mit Kameramann Thomas Förster


Wir drehen mit zwei Kameras auf DJI Ronin Systemen, die per Timecode verkoppelt sind.
Warum und wie man das macht, das erkläre ich in einem meiner nächsten Tontipps!

Tontipp Nr.12

Als Tonangler/in gilt es zu verhindern, selbst im Bild zu erscheinen. Besonders schwierig kann das an Motiven mit Spiegeln oder spiegelnden Flächen wie Autolack werden. Um euch und dem Team zeitraubende Rückfragen dazu beim Kameradepartment zu ersparen, könnt ihr Euch mit der optischen Regel „Einfallswinkel = Ausfallswinkel“ behelfen. Wenn ihr also die Kamera in der Spiegelung seht, dann sieht sie euch auch!

ACHTET AUF SPIEGELUNGEN!


In dieser Wüste…

…habe ich vor einigen Monaten den Originalton für das neue Projekt von Julia Charlotte Richter aufgenommen. Neben der beeindruckenden Bergkulisse der Anza-Borrego in Kalifornien war die Stille vor Ort unvergesslich und hat gut verständliche Sprachaufnahmen auch aus großer Entfernung ermöglicht.

Sechs Ohren für 5.1 Sound: Nach Sounddesign und Mix

Nun haben wir der Videoinstallation in einer intensiven Session tontechnisch den letzten Schliff gegeben! Genaueres zum Inhalt, wenn die Premiere stattfindet.

„Be better“ ist online!

Der Abschlussfilm „BeBetter“ von Daniel van Westen aus dem Jahr 2017 ist online! Worum gehts?

In einer Welt, in der alle besser, schöner und erfolgreicher werden wollen, müssen sich die Produkte nun einmal den Konsumenten anpassen. Doch manchmal entwickeln die Produkte auch ein Eigenleben – und dann braucht es schon ganz besonderer Tricks, um diese Verselbständigung aufzuhalten. In nur zwei Minuten erzählt der Filmemacher Daniel van Westen eine knackig kurze und doch vor Ideen überbordende Geschichte. Als Seitenhieb auf die Konsumgesellschaft, die stets auf der Suche nach künstlicher Lebensoptimierung ist, funktioniert BEBETTER dabei ebenso gut wie als furioser Animationsspaß voller stilisierter Figuren und schriller Ideen. Pure Animationskunst in Kurzfilmform. (FBW)

Verantwortlich für den Ton ein bewährtes Team:

Sounddesign: Christian Wittmoser

Sprachaufnahmen: Christian Wittmoser, Tobias Böhm

Musik: Thomas Höhl

Mischung: Tobias Böhm


Die Filmbewertungsstelle FBW findet den Film besonders wertvoll. Da auch ich das finde, gibts hier die lobenden FBW-Worte in vollem Umfang:

„In einer Welt, in der alles auf Optimierung getrimmt wird, liegt es nahe, die eigenen Unzulänglichkeiten mit Pillen, Cremes und Chemie verbessern zu wollen. Daniel van Westens Animationsfilm BEBETTER zeigt, was passieren kann, wenn für „Alles und Jeden“ ein Mittel zur Verfügung steht. „Be Better“ heißt das Zaubermittel, das in van Westens Animationswelt kräftig beworben wird. Ein bisschen Creme hier, ein wenig Spray dort und alles wird schöner, größer, besser.
Aber natürlich werden auch van Westens Animationsakteure die Geister, die sie rufen, nicht los. Ein Haarwuchsmittel lässt eine Frau zur Yeti ähnlichen Gestalt mutieren, Steroide einen Broccoli zum Monster, genau wie den Wurm in einer Erdbeere.
BEBETTER überzeugt durch seine schrille Ästhetik, die die Jury – ganz treffend – an Werbeclips erinnert. Zwei Minuten, mehr braucht der Film nicht, um die ganze Tiefe der Botschaft erfahrbar zu machen. Zwei Minuten, das ist die Länge eines Werbeclips. Ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben, zeigen van Westens Akteure; dass chemische Selbstoptimierung kein Universalheilmittel sein kann. 
Van Westen transformiert mit hipper Werbeästhetik Botschaften ins Gegenteil ihrer ursprünglichen früheren Bedeutung. Mit brillantem Charakterdesign, tollem Farb- und ausgezeichnetem Tonkonzept unterhält BEBETTER nicht nur, sondern schafft auch die nötige Distanz, um gängige Werbekonzepte brechen zu können. Und dennoch, so zeigte sich in der Diskussion, ist es zwingend notwendig, über den Film zu sprechen.
BEBETTER schlägt Werbung mit den eigenen Waffen, ohne ausformulierte Antworten zu bieten. Mit seinem frechen Charme und einer gehörigen Portion Humor hat der Film die Jury überzeugt. Nach ihrer Ansicht hat BEBETTER das Prädikat „besonders wertvoll“ verdient.“(FBW)

Tontipp Nr.11

Wenn man wie ich den Ton zumeist sowohl aufnimmt als auch angelt, gilt es auf die passende Kleidung zu achten. Gerade im Winter tragen viele Menschen Jacken aus synthetischen Fasern, die bei Bewegung rascheln und knistern. So lässt sich aber kein sauberer Ton angeln!

TRAGT RASCHELFREIE KLEIDUNG!

Speziell bei langen Aussendrehs in der Kälte ist es zusätzlich noch wichtig, viele Taschen für das Zubehör zu haben (siehe Tontipp Nr.06). Eine günstige Lösung dafür sind z.B. Second Hand Bundeswehr-Parka, die beide Kriterien erfüllen.

635,5m ü. NHN und 360°

Location Scouting auf dem Eisenberg zusammen mit Kameramann Till Krüger für 360°-Filme. Das Ergebnis gibt es zu sehen auf dem Hessentag 2019 in Bad Hersfeld (07.-16.06).

Musikaufnahmen für den Abschlussfilm „Sarah“

Für den Abschlussfilm „Sarah“ von Eva Dürholt habe ich heute mal ausnahmsweise Musikaufnahmen gemacht. Das Foto zeigt Johannes Rieder (Synthesizer, Gesang und Rap), Eva Dürholt (Regie, Kamera und Produktion), Monika Kostrzewa (Regieassistenz, Schnitt) und die tierische Darstellerin Eri nach getaner Arbeit.

Eine sehr spaßige Aktion, wie man erkennen kann. Viel Erfolg für die Abschlußprüfung und den Film, Eva!