Die Folge „Gladius“ aus Stefan Vogts Serie „Gott kommt“ gibts online! Hier der Link:
Sprachaufnahmen: Christian Wittmoser und Tobias Böhm, Sounddesign: Christian Wittmoser, Mischung: Tobias Böhm
Die Folge „Gladius“ aus Stefan Vogts Serie „Gott kommt“ gibts online! Hier der Link:
Sprachaufnahmen: Christian Wittmoser und Tobias Böhm, Sounddesign: Christian Wittmoser, Mischung: Tobias Böhm
Von Zeit zu Zeit höre ich Geschichten von Tonaufnahmen, die unnötig verkompliziert wurden und die bedeutenden Klangereignisse aus dem Fokus verloren haben. Da werden Schritte durch einen Gang mit 12 Mikrofonen aufgenommen oder mit vier Tonangeln versucht, Einzelinstrumente einer Blaskappelle aufzunehmen oder ein Interview unnötig aufwendig mikrofoniert… Daher folgender Ratschlag:
KEEP IT SIMPLE!
Was ist für den Film inhaltlich wirklich wichtig? Welche Technik kann das am besten transportieren? Ist das im Rahmen dieser Produktion angemessen? Mit diesen Gedanken plane ich die Aufnahmen und ergänze noch ein Back-up-System für den Notfall. Damit solltet auch ihr gut fahren.
Mittwoch 06.02. -Freitag 08.02., 22.15h im Bali Kino:
Premiere von „Blumen für Karoline“!


Hier der offizielle Pressetext, mit meiner Beteiligung werden drei Filme zu sehen sein:
Im Februar werden im Bali Kino wieder frische Weltvorstellungen im Kurzformat gezeigt. Genießen Sie, geborgen in der wohligen Sicherheit Ihres Kinosessels, ein außergewöhnliches TRICKREICH NEUNZEHN Programm.
Während Ihr Körper sich beruhigt und Ihr Blick sich konzentriert, stehen die Sinne auf Empfang: auf unkonventionelle, zugleich herausfordernde Sichtweisen von jungen Filmemacherinnen und Filmemachern aus der Trickfilmklasse der Kunsthochschule Kassel.
In diesem Jahr stellt sich Animationsklasse den elementaren Fragen des Lebens:
Passt der Skorpion zum Fisch? – Lieber ein Osterei oder ein Opferlamm? – Was macht die Ananas auf der Pizza? – Lassen Sie sich inspirieren und finden Sie Ihre eigene Antwort!
Durch den Gebrauch unterschiedlichster künstlerischer Ausdrucksmittel werden einzigartige Strategien der Visualisierung sich bewegender Ideen erzeugt. Das Hauptanliegen der Akteure ist es, in fortlaufender Geschwindigkeit intensiv mit Ihren Emotionen zu spielen. Man darf gespannt sein!
Den Trickfilm Pyramids von Rene Rogge, den ich im vergangenen Jahr gemischt habe, gibt es auch als Buch! Hier der entsprechende Link dazu:
Aufgrund der aktuellen Wetterlage (Dauerschnee und Kältewelle) gibt es heute einen Tontipp bezüglich der Stromversorgung. Batterien und Akkus mögen die Kälte nicht und daher sinkt die Betriebszeit von Rekordern und Funkenstrecken manchmal überraschend stark ab. Unter solchen Extremtemperaturen nehme ich die dreifache Anzahl an Akkus mit und verwahre diese entweder in einer Isolierbox mit wärmenden Kompressen oder -wenn es ein „Run and Gun“-Job ist, dann trage ich die Stromversorgung körpernah und damit wärmend in der Innentasche der Jacke. Zusätzlich helfen die wärmenden „Knick“-Taschenwärmer.
Zusammenfassend:
Nehmt ausreichend Akkus und Batterien mit und haltet diese warm, wenn ihr in der Kälte Aufnahmen machen wollt!

Keine großen Worte, hier ist Soundscape Nr.02!
Nachdem ich in Tontipp Nr.04 Empfehlungen zur korrekten Rekorder- Einstellung der Samplerate, also der zeitlichen Auflösung der Tonaufnahme, gegeben habe, möchte ich mich nun dem anderen wichtigen Wert der digitalen Auflösung zuwenden:
Die Bitrate gibt Aufschluss über die maximale digitale Auflösung der Amplitude (umgangssprachlich könnte man sagen: die Zahl der Lautstärkestufen der Aufnahme). Umso mehr Stufen, desto feiner und besser wird die Dynamik eines Schallereignisses aufgezeichnet.
Eine Audio-CD hat 16 bit und damit maximal ca 65.000 Lautstärkestufen. Die meisten Tonrekorder bieten aber auch 24 bit Auflösung, gleichbedeutend mit ca 16,77 Mio maximaler Lautstärkestufen!
WÄHLT 24 BIT FÜR DIE BESTMÖGLICHE DIGITALE AUFLÖSUNG DER AMPLITUDE AUS!
Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich noch darauf eingehen, inwiefern es bei der Aufnahme überhaupt möglich ist, Vollaussteuerung mit der vollen Bitzahl zu erreichen und warum die 24 bit somit nochmal besonders bedeutsam sind!
Einen Trickfilm zu produzieren bedeutet neben den zeichnerischen Fähigkeiten auch ein großes Maß an Geduld und Hingabe. Ich habe größten Respekt vor allen, die sich diesem Abenteuer stellen. Daher freue ich mich auch besonders, von Zeit zu Zeit jungen Studierenden bei der Fertigstellung ihrer Erstlingswerke zu helfen. In diesem Fall habe ich die Stereo- und Surroundmischung für die sehr persönliche Geschichte „Blumen für Karoline“ von Tamina Uhrmeister übernommen.
Viel Erfolg für den Film, Tamina! Ich hoffe es war nicht dein letzter!
Der Künstler Lei Xue hat 2006 erstmalig einen Trickfilm produziert und ich durfte damals das Sounddesign/die Mischung übernehmen. Noch heute bin ich von seiner unglaublichen Aquarelltechnik begeistert und außerdem von der konsequenten Umsetzung dieses Projektes. Bild und Ton gehen eine tolle Verbindung ein!
Heute habe ich den Film online entdeckt und möchte ihn euch nicht vorenthalten:
Bei der Samplerate (deutscher Begriff: Abtastrate) handelt es sich um die zeitliche Unterteilung einer digitalen Tonaufnahme. Während im Bildbereich 24 Bilder pro Sekunde ausreichen, um den Eindruck einer fließenden Bewegung beim Zuschauer zu erzeugen, braucht es für eine gelungene Tonaufzeichnung eine viel feinere Auflösung.
WÄHLE FÜR FILMTONAUFNAHMEN DIE SAMPLERATE 48KHZ, FÜR AUFNAHMEN OHNE BILDBEZUG 44,1KHZ!
Interessanterweise ist immer die Hälfte der Samplerate die höchste Frequenz, die die Aufnahme enthalten kann. Also können bei 48kHz Samplerate Frequenzen bis 24000 Hz aufgenommen werden, bei 44,1kHz sind es Frequenzen bis 22050 Hz. Da der gesunde Mensch nur bis 20000Hz hören kann, sind die Samplerates hervorragend und bieten mehr Frequenzen als das menschliche Gehör.
Warum gibt es dann überhaupt höhere Samplerates an Rekordern? Vorrangig aus Marketing-Gründen, aber eine kleine Ausnahme gibt es: Wenn man später die Tonaufnahmen in der Tonhöhe nach unten verändern („pitchen“) will, dann kann es sinnvoll sein, mit höheren Samplerates zu arbeiten (vorausgesetzt man benutzt Mikrofone mit erweitertem Frequenzbereich wie die Sennheiser 8000er Serie).
Der Animationsfilm „In the distance“ von Florian Grolig steht seit einiger Zeit nun in voller Länge online! Das Sounddesign und die Mischung haben Christian Wittmoser und ich erstellt. Der Film hat zu Recht eine Menge Preise gewonnen und eine große Festivaltour hinter sich gebracht – schaut ihn euch hier an!
In The Distance from Florian Grolig on Vimeo.
It’s calm and peaceful above the clouds. But chaos lurks in the distance and each night, it draws closer.
Wer bei einem professionellen oder privatem Verleiher Filmtontechnik leiht, sollte späteren Ärger vermeiden, indem man
DAS GELIEHENE EQUIPMENT AUF VOLLSTÄNDIGKEIT UND FUNKTIONSTÜCHTIGKEIT ÜBERPRÜFT.
Vergesst bei dem Check nicht die Kleinteile (z.B: bei den Ansteckern), das Zubehör (externe Stromversorgung, Kreuzgurt etc) und die Verbrauchsmaterialen (Klebeband, Batterien usw)! In Hektik funktioniert das alles nicht, nehmt Euch Zeit für den Verleihvorgang!
Zu guter Letzt: Sorgfältig den Papierkram überprüfen: Sind die verliehenen Teile alle korrekt eingetragen? Der Verleihzeitraum? Die Rechnungsadresse der Produktion? Gibts ne Telefonnummer für Rückfragen?
Wenn Ihr das alles bedacht habt, sollte es keine Probleme geben und ihr müßt die drei großen peinlichen Verleihlügen
gar nicht auspacken;-)
Ein Tipp für alle Freunde des skurrilen Humors in Berlin:
Eine Episode von Stefan Vogts animierter Trickfilmserie „Gott kommt“ wird im Citykino Wedding als Vorfilm gezeigt! Die Folge trägt den Titel „Evolutio“. Am 17.1 kommt im Anschluss die Queenverfilmung als Hauptfilm. Am 24.1 zeigen sie nach Evolutio einen Film von einem iranischen Filmemacher(Jafar Panahi) mit dem Titel „Drei Gesichter“.
SCHÜTZE DEIN EQUIPMENT VOR TRANSPORTSCHÄDEN, FEUCHTIGKEIT, EXTREMEN TEMPERATUREN, SCHMUTZ UND SAND!
Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, doch immer wieder fällt mir auf, daß Neulinge im Bereich Field Recording zu sorglos mit der wertvollen Technik umgehen und damit die Aufnahmen gefährden oder teure Reparaturen für die wertvolle Technik riskieren. Das gilt übrigens sowohl für die offensichtlich hochpreisigen Geräte wie Mikrofone, Rekorder, Tonangel und Kopfhörer als auch für das Zubehör wie Windkörbe, Akkus, Ladegeräte usw.:
Schlecht verpacktes Equipment ist verlorenes Equipment!
Dabei müssen es ja nicht immer die teuren Profi-Cases und maßgeschneiderten Taschen sein, es hilft oft auch die zweckentfremdete Brotdose oder das alte Brillencase (z.B. für das Zoom H1n).
