Tontipp Nr.20

PRÄGE DIR DIE BRENNWEITEN VON OBJEKTIVEN MIT DEREN BEDEUTUNG FÜR DEN BILDAUSSCHNITT EIN!

Wenn Du weißt, wie der Bildausschnitt bei einer 28mm Festbrennweite oder einem 70mm ausschaut ersparst Du Dir und Deinem Team am Drehtag lästiges und zeitraubendes Nachfragen wie dicht Du mit der Tonangel ran darfst – und der Drehtag ist weniger stressig.

Tontipp Nr.19

Von Zeit zu Zeit ist es notwendig, am Set Audiogeräte aufzunehmen. Das kann ein TV sein, eine Stereoanlage, ein Küchenradio oder das Signal eines anderen Mischpults. Dafür braucht ihr die passenden Kabel oder zumindest die passenden Adapter. Von 3,5mm kleine Klinke über 6,3mm große Klinke bis Cinch und natürlich XLR – ein kleiner Koffer mit Adaptern „von allem auf alles“ rettet euch im Notfall den Drehtag!

NEHMT ADAPTER VON ALLEM AUF ALLES MIT!


Tontipp Nr.18

Ein Fotograf schaut durch den Sucher oder auf das Display, um das Bild zu kontrollieren und das Kameradepartment schaut auf den Kontrollmonitor. Als Tonmann oder Tonfrau braucht es zum Kontrollieren und Bewerten der Tonaufnahme am Set einen hochwertigen Kopfhörer, der mehrere Eigenschaften in sich vereinen sollte.

Allen voran sollte er den Sound möglichst unverfälscht wiedergeben, also sind bassbetonende DJ Kopfhörer die falsche Wahl.

Des weiteren sollte der Kopfhörer von geschlossener Bauart sein, damit ihr pur den Kopfhörersound hört und nicht noch zusätzlich die Außengeräusche.

Besonders wichtig ist auch der Tragekomfort, schließlich hat man das Ding an manchen Drehtagen stundenlang (oder für Spielfilmdrehs sogar wochenlang) auf dem Schädel sitzen. Bevorzugt ihr ohraufliegende (supraaurale) oder ohrumrundende (circumaurale) Hörmuscheln? Passt die Länge des Bügels, stört das Kopfpolster? Ist der Anpressdruck an den Kopf auch bei langen Aufnahmetagen schmerzfrei?

Als weiteres Kriterium für Kopfhörer gilt, wie platzsparend sie sich zusammenfalten und in der Tontasche verstauen lassen.

Achtet auch auf die Kabellänge und Kabelart! Den beliebten Sennheiser HD25 gibt es z.B. mit geradem Kabel oder mit Spiralkabel!

Und zu guter letzt finde ich bedeutsam, ob es einzelne Komponenten des Kopfhörers als Ersatzteil zu kaufen gibt (und zu welchem Preis).

Gerne verrate ich auch, für welchen Kopfhörer ich mich entschieden habe und schicke die gute Nachricht hinterher, daß dieser sowohl alle gewünschten Eigenschaften als auch einen moderaten Preis (ca. 100€) in sich vereint: Sony MDR-7506 (ich werde übrigens nicht bezahlt von Sony für diesen Tipp)

Zusammenfassend:

BENUTZT HOCHWERTIGE GESCHLOSSENE KOPFHÖRER ZUM KONTROLLIEREN EURER AUFNAHMEN!

Tontipp Nr.17

Ein Wackelkontakt im Mikrofonkabel ist ärgerlich und kann den ganzen Drehtag ruinieren, wenn kein Ersatz zur Hand ist. Spart nicht an der falschen Stelle und

NEHMT ERSATZKABEL MIT!

Tontipp Nr.16

Die empfindlichen Filmtonmikrofone brauchen bei allen Außenaufnahmen einen Windkorb und ein Fell, um eine mechanische Auslenkung der Mikrofonmembran durch Wind oder auch durch „Fahrtwind“ beim Angelschwenken zu verhindern! Meine Empfehlung dazu sind Windkörbe und Felle von Rycote, die leider aber auch nicht günstig sind.

BENUTZT BEI AUßENAUFNAHMEN EINEN WINDKORB UND SCHON BEI MITTLEREN WINDGESCHWINDIGKEITEN EIN FELL DARÜBER!

Tontipp Nr.15

Der heutige Tontipp liest sich wie eine Selbstverständlichkeit, ist aber tatsächlich ernst gemeint und von allen Tontipps der wichtigste:

HÖREN!

In der Tat gilt es vor der Aufnahme am Set genau hinzuhören! Sind alle Kühlschränke, Klimaanlagen, Ventilatoren und surrenden Computer ausgeschaltet? Im Alltag überhören (im Fachchinesisch „maskieren“) wir nämlich gerne diesen Grundteppich an Störgeräuschen, unsere Mikrofone können das jedoch nicht. Glaubt nicht, man könne das ja alles später in der Nachbearbeitung entfernen! Der beste Zeitpunkt, unerwünschte Geräusche aus den Aufnahmen rauszubekommen, ist vor dem Drücken des Aufnahmeknopfes! Dafür müsst ihr „technisch“ hören, also den Maskierungseffekt bewußt überwinden.

Auffinden eines Störgeräuschs einer Klimaanlage

Tontipp Nr.14

Und noch ein schneller Tipp zur Kleidung am Set:

TRAGT SCHWARZE KLEIDUNG!

Solltet ihr doch einmal ungewollt in einer Spiegelung oder Bildkante zu sehen sein, dann ist schwarz unauffälliger als jede andere Farbe und das Material kann doch verwendet werden.

Tontipp Nr.13

Was passiert eigentlich mit dem aufgenommen Originalton? Wie werden die Dateien synchron an das Bild angelegt? Welche Effekte werden benutzt? Wenn man sich und seine Arbeit am Set verbessern will, dann sollte man Kontakt zur Tonpostproduktion suchen und sich ein Feedback zum O-Ton holen, sich über die neuesten Methoden der Nachbearbeitung informieren und daraus die Rückschlüsse für die Arbeit am Set ziehen.

HALTET KONTAKT ZUR TONPOSTPRODUKTION UM DIE EIGENE ARBEIT ZU VERBESSERN!

Tontipp Nr.12

Als Tonangler/in gilt es zu verhindern, selbst im Bild zu erscheinen. Besonders schwierig kann das an Motiven mit Spiegeln oder spiegelnden Flächen wie Autolack werden. Um euch und dem Team zeitraubende Rückfragen dazu beim Kameradepartment zu ersparen, könnt ihr Euch mit der optischen Regel „Einfallswinkel = Ausfallswinkel“ behelfen. Wenn ihr also die Kamera in der Spiegelung seht, dann sieht sie euch auch!

ACHTET AUF SPIEGELUNGEN!


Tontipp Nr.11

Wenn man wie ich den Ton zumeist sowohl aufnimmt als auch angelt, gilt es auf die passende Kleidung zu achten. Gerade im Winter tragen viele Menschen Jacken aus synthetischen Fasern, die bei Bewegung rascheln und knistern. So lässt sich aber kein sauberer Ton angeln!

TRAGT RASCHELFREIE KLEIDUNG!

Speziell bei langen Aussendrehs in der Kälte ist es zusätzlich noch wichtig, viele Taschen für das Zubehör zu haben (siehe Tontipp Nr.06). Eine günstige Lösung dafür sind z.B. Second Hand Bundeswehr-Parka, die beide Kriterien erfüllen.