Samsung Werbung

Hier mal ausnahmsweise eine Art Werbung vom vergangenen Dezember mit Joyce Ilg und Lisa Sophie Laurent, für die ich den O-Ton und die Mischung gemacht habe. Da das Drehpensum recht hoch war, die Tiere und das Wetter unberechenbar sind, bin ich recht froh über die Qualität des O-Tons. Das Foto zeigt das Einbauen der Ansteckmikrofone.

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Rückblick: „Der letzte Gang“ von Florian Schneider (2009)

Da ich dieses Wochenende in Naumburg bei Kassel gedreht habe, fiel mir ein Film ein, bei dem ich 2009 ebenfalls in Naumburg den Originalton aufgenommen habe. Alles geangelt, trotz minutenlanger Plansequenz und begrenzter Versuche wegen teurem 16mm Material. Mischung hab ich auch gemacht… Viel Spaß!

Eine Familie feiert ihr Wiedersehen und den Geburtstag des Vaters beim örtlichen Italiener. Doch der idyllische Schein trügt – wie so häufig, wenn oberflächliche Harmonie über offene Wunden gelegt wird.

20 minütige Plansequenz / 16mm / Farbe

DoP: Martin Neumeyer
Produktionsleitung: Manuel Gerber
Regieassistenz: Julius Schultheiß
Buch und Regie: Florian Schneider

Mit: Karin Hanczewski / Friedrich Schilha / Patrick Khatami / Ursula Deuker / Daniel Scholz / Birte Leest / Paula – Marie Rückert

Nein zu Rassismus

Ich versuche einmal im Jahr unentgeltlich zu einem Projekt für einen guten Zweck den Ton beizutragen. Hier ist ein Social der Fußballer des KSV Hessen Kassel gegen Rassismus, welches ich gemeinsam mit dem Kameramann Paul Mayer aufgenommen habe (bevor Corona-Einschränkungen verkündet wurden).

Rückblick: Trapped von Theresa Grysczok und Florian Maubach (2015)

„Trapped“ is a five minute long stop motion film about the journey of a man traveling through several different rooms. There, he meets the inhabitants of the rooms who, due to their originalities and quirks, hinder him from getting any further. Eventually the protagonist finds his own way to continue on his journey.

Director & Animation: Theresa Grysczok, Florian Maubach
Music: Florian Biermeier, Frank Prager, Tobias Zarges
Sounddesign und Mix: Christian Wittmoser, Tobias Böhm bvft
Compositing: Theresa Grysczok, Holger Jenss, Monika Kostrzewa, Florian Maubach, René Rogge
Graphic Design: Anky Brandt 

5:04 Min
Stop Motion

Kunsthochschule Kassel 
2015

Rückblick: Escaping Damascus (Lorenz Piehl, 2014)

Den O-Ton und Abspann-Gesang habe ich gemeinsam mit Leonard Bahro aufgenommen.

Hier die Details zum Film:

This is a story about two brothers who fled from Damascus. They are representative of the many thousands of others. Three of the actors actually escaped the war in their homeland. They share a similar fate as the characters they represent in the film. 

Escaping Damascus soll eine neue Auseinandersetzung mit dem syrischen Bürgerkrieg ermöglichen und eine emotionale Barriere brechen. Mit Hilfe einer subjektiven Erzählweise berichtet der Film nicht über den Krieg, sondern stellt anhand beispielhafter Schicksale die Emotionen der Leidtragenden authentisch in den Vordergrund. Drei der Darsteller sind selbst aus Damaskus geflohen und tragen ein ähnliches Schicksal, wie das der dargestellten Charaktere. Daher haben sie sich nicht nur schauspielerisch mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinander gesetzt, sondern haben ihre schrecklichen Erlebnisse in den Film einfließen lassen. In dieser Zusammenarbeit ist ein Kurzfilm entstanden, der einen menschlichen Blick auf die Syrienkrise wirft.

Interviews und Atmosphären im Schwimmbad…

Für einen Imagefilm unter der Regie von Maurice Quentin habe ich Interviews und Atmosphären in einem Schwimmbad aufgenommen. Und wenn mal keine Stative zur Hand sind: Eine 176cm Stereobreite für das Groß-AB Verfahren habe ich immer mit dabei 😉

Noch ein Tipp: Im Schwimmbad lassen sich der Überlauf, Umwälzpumpen und die Lüftung ausschalten oder auf niedrigste Stufe stellen, um einen besseren Interviewton zu bekommen!

Rückblick: „Sechster Sinn, drittes Auge, zweites Gesicht“

Der experimentelle Kurzfilm feierte zahlreiche Festivalerfolge, ich habe den O-Ton dafür aufgenommen und gemischt. Hier ein kurzer Ausschnitt:

Kurzfilm, 2012.
Darsteller: Ruben Zumstrull, Anna Fischer, Johann Adam Oest
Buch, Schnitt, Regie: Jan Riesenbeck
Kamera: Ben Brix, Jan Riesenbeck
Produktion: Roland Fischer
Kostüme und Szenenbild: Barbara Kloos, Julia Buckmiller
Musik: Max Hundelshausen
Ton: Tobias Böhm

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Die FBW bewertete den Film als Besonders wertvoll, hier die Beschreibung und Jurybegründung:

Die Ausgangsfragen sind so komplex, aber auch so simpel: Warum sind wir hier? Wo gehen wir hin? Was ist der Sinn des Lebens? Und wer gibt uns die Antworten auf diese Fragen? Falls es diese Antworten überhaupt gibt. Auf dem Weg durch den Experimentalfilm von Jan Riesenbeck begegnen uns verschiedene Menschen. Sie erzählen uns ihre Theorien, sind verbunden durch immer wieder neue Bildspiele, in denen sich Gegenstände verwandeln, sich Rätsel bilden und wieder auflösen und ein Text sich wie eine auditive Klammer über das Bild legt. Neben Ruben Zumstrull, Anna Fischer und Johann Adam Oest gibt es über 200 Nebenrollen und unzählige Szenarien, die alle in filmischer Handarbeit erstellt wurden, fern von jedem digitalen Trick. Die fantasievolle Gestaltung schafft ein Mosaik aus immer wieder überraschenden Bildfragmenten. Die Montage ist schnell, passt sich dem Sprachrhythmus an, wie ein Gedicht, das es auf mehreren Ebenen gibt. Am Ende des 14minütigen Films ist man als Zuschauer ganz erfüllt von den visuellen Eindrücken, klugen Aussagen und witzigen Einfällen. Danach möchte man sofort wieder eintauchen, in diese fabelhafte Welt der Ideen. Ein raffiniertes und äußerst unterhaltsames impressionistisches Filmpuzzle.

Was wir sehen, was wir erfahren ist oft trügerisch und mehrdeutig. Und außerdem sehr stark von unserer Interpretation, unserer subjektiven Situation abhängig. Der Experimentalfilm SECHSTER SINN, DRITTES AUGE, ZWEITES GESICHT signalisiert bereits in seinem programmatischen Titel diesen Umstand, der im Volksmund viele Bezeichnungen gefunden hat. Jan Riesenbeck führt uns mit Selbstironie und klugem Witz in zahllose, fantasievolle Bilderwelten. Wir erleben das Leben als Puzzle, formbar wie Glas. Wie bei einem Jahrmarktspektakel sehen wir mit dem Staunen von Kindern magische Zauberer, flügellahme Schutzengel, lachen über Bauchredner, die sich mit ihrer Puppe verwechseln, entdecken den eigenen Schlaf als Spiegel im Inneren einer Sanduhr, sehen Menschen, die sich selbst als Paket verschicken und schließlich erleben wir sogar die Beerdigung der Zeit als größten Triumph der Kindheit! Über dieser scheinbar endlosen Bilderflut steht die höchst ironische Aufforderung „Wir müssen uns mehr auf das Wesentliche konzentrieren!“ Da bleibt die Frage: Was ist das Wesentliche im anwachsenden Chaos der Informations- und Bilderfluten unserer Zeit? Jan Riesenbecks, im wahrsten Sinn des Wortes, „Experimentalfilm“ ist ein überbordender Reigen an filmischen Ideen. Ein Einfall jagt den nächsten, so wie in unserem mediengeprägten Alltag der schnellen Bilder und flüchtigen Eindrücke Ein Bild das andere jagt. Es sind großartige Bildcollagen, die in einer rhythmischen Beziehung zum Text stehen. Jeder Betrachter kann permanent seine Bildinhalte assoziieren und seine eigenen Interpretationen entstehen lassen. Die Jury war sich einig: Ein handwerklich grandioser, ein kluger und verwirrender Film!

Rückblick: „Happy Life“ von Xin Sun/Yun Li (2012)

Eines Nachts erwacht Egg und sieht ein Ei, daß er selber gelegt hat. Daraus schlüpft ein kleines Tier. Erschreckt und verängstigt bringt Egg das Tier aus der Großstadt in den Wald.

Ich habe damals das Sounddesign und die Mischung gemacht.

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Aus der Jury-Begründung

Ein absurder Plot: Ein Jugendlicher (Egg) legt eines Nachts ein Ei: „Oh Gott! Ich habe ein Ei geboren!“. Ein Tier schlüpft daraus. Noch in der gleichen Nacht setzt Egg es im Walde aus. Der seltsam-makabre Vorgang wiederholt sich in den folgenden Nächten. Der völlig verunsicherte Held entsorgt schließlich die Eierschalen in einem Fluss. Nun findet ein Mädchen die ausgesetzten Tiere und spielt glücklich mit ihnen. Dies bewirkt nun wieder eine Katharsis bei Egg. Er nimmt nun die Tiere als ein Teil von sich selbst an, sieht sie als Glücksbringer und sein eigenes Dasein nun selbst als ein glückliches: „Happy Life“ eben. (…)

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Rückblick: „El Dorado“ von Danica Dakic auf der d12 (2007)

Über das legendäre El Dorado existieren viele Geschichten, diese hier ist handgedruckt auf 24 Papierbahnen: Über gut 12 mal 2 Meter breiten sich üppige Vegetationslandschaften aus, die mit architektonischen, botanischen und zoologischen Versatzstücken die vier Erdteile Asien, Amerika, Europa und Afrika darstellen. Die kostbare Panoramatapete Eldorado, 1859 in der Manufaktur Jean Zuber & Cie. im elsässischen Rixheim gedruckt, ist eine der Pretiosen des Deutschen Tapetenmuseums in Kassel.

Vor dieses imaginäre Paradies aus dem 19. Jahrhundert platziert die bosnische Künstlerin Danica Dakić ihre gleichnamige ­Videoinstallation, für die sie mit Flüchtlingskindern aus Kassel ­zusammengearbeitet hat. Dakić, die 1962 in Sarajevo geboren wur­­de und seit 1988 in Düsseldorf lebt, bat die jungen MigrantInnen, vor der Panoramatapete und anderen selbstgewählten Räu­­men des Tapetenmuseums über ihre Flucht aus ihren Heimatländern und ihr Ankommen in Deutschland zu sprechen und auch ihre Hoffnungen und Wünsche an ihr persönliches El Dorado zu schildern. Die Videoarbeit mit einer mehrsprachigen Soundcollage aus diesen Interviews entstand 2007 als Beitrag für die documenta 12, ich habe damals den O-Ton dazu geangelt.